2026

Nachtsonatenschlussakkord

Des aschfahlen Vorhangs noch schwankende Schatten
malen sich grau und gestreift in die Nacht.
Vorm Haus spielt Dein altes Gespenst mit den Ratten
und stolpert halbblind in noch schalen Verdacht.

Des Beelzebubs ewiglich nassforsche Grinsen
fährt bohrend halb drei Dir ins sanfte Gemüt.
Der Schwung, der Dir blieb, geht mit Schwung in die Binsen,
benommen ahnst Du, was Dir hier bald noch blüht.

Der Hahn auf dem Mist kräht in Moll Deine Sorgen
er lässt keine aus, denn der Kerl ist Pedant.
Doch dann geht die Sonne auf - EIN NEUER MORGEN!
Das Leben legt los, Mensch. - KOMM, GIB IHM DIE HAND!